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Hannelore Schambach (* 31.08.1930  - † 20.01.2009)

 

Johanna Emilie Margarete Schambach, genannt „Hannelore“, wurde am 31. August 1930 in Heidelberg geboren. Sie war das einzige Kind der Eheleute Emilie Schambach, geb. Schmitt, und Hans Schambach. In Frankfurt am Main groß geworden, besuchte sie die Elisabethen-Schule und machte dort das Abitur.

 

Ihre Mutter, die einer alteingesessenen Frankfurter Familie entstammte und die in den letzten Jahren Ihres Lebens liebevoll von Ihrer Tochter gepflegt worden war, verstarb 1990. Der Vater, Hans Schambach, gebürtig aus Bensheim an der Bergstraße, verstarb 1974. Er hatte in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Markthalle in Frankfurt ein Geschäft mit dem Verkauf von Gardinen, Stoffen, Bade- und Kindermoden aufgebaut. Im Jahre 1956, das Geschäft war mittlerweile in die Fahrgasse umgezogen, erweiterte er das Angebot um den Bereich Berufskleidung, mit dem die Firma über die Stadt hinaus Bekanntheit erlangte.

 

Hannelore Schambach, die auf Wunsch Ihres Vaters auf ein Medizinstudium verzichtete, trat in das traditionsreiche Fachgeschäft Schambach Berufskleidung an der Konstablerwache in Frankfurt am Main ein und lernte dort die Materie von der Pike auf. Zwecks Weiterbildung ging sie für einige Zeit zu renommierten Firmen der Bekleidungsbranche. Sie legte, als sie Verantwortung in der väterlichen Firma übernommen hatte, besonderen Wert darauf, dass die vertriebenen Waren eine hohe Qualität besaßen. Von ihren Lieferanten verlangte sie schon damals den Nachweis, dass die Produkte keine Schadstoffe aufweisen. Nach dem Tod des Vaters 1974 führte sie das Geschäft bis zuletzt alleine weiter.

 

Für Hannelore Schambach waren – wie sie stets betonte – die Mitarbeiterinnen der Firma „Berufskleidung Schambach“ ihre Familie. Es war nicht nur ihre Aussage, sondern prägte auch ihr Handeln und Verhalten den Mitarbeiterinnen gegenüber, die sich in dem familiären Klima bis zum Schluss sehr wohl fühlten. So zeigte sie sich nicht nur in finanziellen Dingen großzügig, sondern lud auch die Mitarbeiterinnen zum Weihnachtsessen ein und feierte mit ihnen Geburtstage. Umgekehrt war sie eine von allen Mitarbeiterinnen sehr geschätzte Chefin. Zwei Jahre nach ihrem Tod wurde das Geschäft am 18. November 2010 für immer geschlossen.

 

Hannelore Schambach liebte nicht nur ihr Frankfurter Zuhause, ihr Interesse für Musik, Kunst, Literatur und Sport (Rollschuh- und Eislauf, Tennis) ließ sie viele diesbezügliche Einrichtungen unterstützen und lebenslange Freundschaften pflegen. Hannelore Schambach war eine Goethe-Verehrerin und dem Frankfurter Westend sehr verbunden.

 

Eine schwere Krankheit war schließlich ausschlaggebend für Hannelore Schambach, sich mit den Gedanken einer gemeinnützigen Stiftung zu befassen. Am 4. Juni 2007 wurde die von ihr noch zu Lebzeiten errichtete Familie Schambach-Stiftung vom Regierungspräsidenten in Darmstadt anerkannt.

 

Am 20. Januar 2009 verstarb Hannelore Schambach in Frankfurt am Main und fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Frankfurter Hauptfriedhof. 

 

 

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